Hinter dem Schleier

von Holger Schubert

Nicht im klaren Tageslicht
in der Dämmerung dunkler Ecken
finden die großen Dinge statt,
die Menschenleben verändern.

Zuerst nicht in einem Gesicht
werden Erkenntnisse sich verstecken,
die schließlich, ältlich und matt
trübe Augen berändern.

In den Tiefen eines Geistes,
wo Sinn und Wahn sich nicht scheiden,
in den Abgründen eines Gehirnes,
jenseits von Gutem und Bösem

Da wächst und waltet ein feistes
Untier nach Geben und Leiden,
wird hungrig in wilder Verwirrnis
des Erlebten Verknotungen lösen.

Spät erst, nach endlosem Ringen,
nach traurigem Hader und Streiten,
nach bösen Verstandes Scherzen
und wütenden Zweifels Reigen

Wird dieses Tier sich auswringen
und seltsame Wege beschreiten,
um endlich in grausamen Schmerzen
die neue Gestalt anzuzeigen.

Autor: Schubert

blickt schon aus beruflichen Gründen aus einer ungewöhnlichen Perspektive und mit einer gewissen Distanz auf die vorbei ziehende Welt.

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