Das dampfende Tal

Tag 3

dampfende Solfatare im Reykjadalur
Vorsicht Heiß!

Hveragerdi liegt eine knappe Autostunde östlich von Reykjavik. Nach der Fahrt hat man fast alles gesehen, was Island ausmacht. Geothermiekraftwerke, dampfende Erde, Lavafelder, Wiesen, Schafe, schmale Bachläufe, die ihr Bett tief in den weichen Untergrund gefräst haben. Es fehlen eigentlich nur noch Gletscher und Bilderbuchvulkane. Wir fahren durch Hveragerdi nach Norden, bis zum Parkplatz, an dem der Wanderweg nach Reykjadalur beginnt. Das Wetter: Nieselregen bei 7°. Nach einer Stunde, einigen dampfenden Solfataren und einem Wasserfall (wir werden noch hunderte sehen und ich werde nicht jeden einzelnen erwähnen) erreichen wir das dampfende Tal. Und eine Freiluft-Warmbadeanstalt. Eintritt frei. Den Flussabschnitt mit der passenden Wassertemperatur wählen und rein!

Bad im Fluss
Freiluft-Warmbadeanstalt

Thingvellir ist eine weitere Autostunde entfernt. Hier haben sich früher die isländischen Bosse getroffen. Hier klafft eine Lücke zwischen der amerikanischen und der europäischen tektonischen Platte. Sie verbreitert sich jedes Jahr ein wenig. Die Amerikaner finden es bestimmt total tiefgründig, dass ihre Kante höher liegt als die europäische und ein Wasserfall von ihrer Seite aus herunter plätschert.

Öxararfoss
Öxararfoss

Unser Guesthouse für heute liegt mitten in Wiesen und Weiden, gehört einem Künstlerkollektiv aus Reykjavik, und ist überraschend angenehm eingerichtet. Nach dem Abendessen in einer Design-Scheune (es gibt Burger mit Blick auf den Kuhstall – nichts für europäische Weichseelen) fahren wir zum Geysir.


Die Busse sind schon weg. Strokkur haut verlässlich eine Fontäne nach der anderen raus.

Danach noch zum Gulfoss. Wasserfall. Großer Wasserfall. Abends um halb zehn nur noch wenige Menschen. Zumeist mit schwerer Fotoausrüstung.

Autor: Schubert

blickt schon aus beruflichen Gründen aus einer ungewöhnlichen Perspektive und mit einer gewissen Distanz auf die vorbei ziehende Welt.

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