Alles Wurst

SushiwurstNeulich wieder, beim Japaner. Nicht in Düsseldorf. In Osaka. Sushi Karussell, quasi beim Erfinder. Gerade war die Frage ob wir vor dem sich ständig wiederholenden Sushi-Ketten-Jingle, das klang wie Chipmunks und 8bit Synthesizer auf Extasy, fliehen oder noch die letzten Lücken im Verdauungssystem mit grünem Jelly füllen sollten, mit Hilfe einiger über drahtlosen Touchscreen bestellten Bier entschieden worden, da hatte ich eine Erscheinung. Zwischen Fischeiern und Garnelenschwanz fuhr ein Paar Würstchen auf Reis vorbei, garniert mit Seetang und Mayonnaise.

Also, ich esse ja gerne mal ’ne Currywurst, wobei ich mich aus der Diskussion, ob die in Hamburg oder Berlin erfunden wurde oder ob die nur mit einer weißen oder roten Wurst wirklich echt ist, gerne heraus halte. Auch eine Bratwurst auf Brot oder ein Paar Wiener zum Kartoffelsalat, ein Hotdog in New York an der Straßenecke oder Nürnberger mit Sauerkraut werden mit Hingabe verspeist.

Ich esse auch gerne Sushi. Und selbst einige wirklich eklige Dinger, die ich niiieee essen würde, sehe ich mir gerne an, denn viele von diesen kleinen Häppchen sind wahre Kunstwerke, was die Komposition von Farbe und Form, Proportion und Textur und (für Liebhaber auch von) Geschmack betrifft. Diese Würstchen jedoch waren kulinarische Popart, Koons-Sushi, eine Synthie-Pop-Coverversion des Krautrock-Originals. Sie fuhren ein paar mal vorbei. Irgendwann habe ich zugegriffen. Wenigstens waren sie mit 100 Yen billiger als die Hotdogs bei Ikea.

Von Schubert

blickt schon aus beruflichen Gründen aus einer ungewöhnlichen Perspektive und mit einer gewissen Distanz auf die vorbei ziehende Welt.

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