Mal kurz innehalten…III

Wenn die Bedeutung des geschriebenen Wortes schon nicht festgelegt ist – von gesprochener Sprache ganz zu schweigen – wie steht es dann erst um das Bild? Es steht als Symbol von etwas, das nicht in Sprache gefasst die Eindrücke des Künstlers wieder zu geben sucht, dabei zugleich komplexer, vielschichtiger und banaler, höhere Hirnfunktionen des Betrachters umgehend zunächst unmittelbar tiefer liegende, wissendere emotionale Schichten anspricht, bevor diese sich im Neocortex der gefühlten Rationalität Gehör verschaffen können.

Was aber, wenn Sprache selbst zum Bild wird? Im Zweifelsfall nochmal zurück blättern zu den ersten beiden Beiträgen unter dieser Überschrift!

Mal kurz innehalten…II

Was bedeutet ein Wort? Wo entsteht seine Bedeutung? Und wie kann man sie ohne Stimme betonen, variieren, brechen? Herbert hat daran gearbeitet…

Mal kurz innehalten und drüber nachdenken

Ich kann mich an Schulstunden erinnern, in denen wir – damals in den Achtzigern, als es noch 13 Schuljahre gab und nicht von der Grundschule an alles immer mit dem (zweifelhaften) Segen der Eltern auf Leistung getrimmt war, als man noch eine Vier schreiben konnte, ohne dass dem Lehrer mit dem Anwalt und einem selbst mit professioneller Nachhilfe gedroht wurde – Wörter aufgeschrieben, verdreht, gemalt haben, bis ihre Bedeutung im Schriftbild zu erkennen war, sie untergrub, parodierte oder verstärkte. In den Neunzigern beschäftigten sich Designstudenten mit dem Thema. Lang ist’s her.

Wahrscheinlich tun sie es heute immer noch und es hat einen schicken englischen Namen, ist von Marketingpsychologen genauestens analysiert und hat ein Copyright. Oder es ist unmodern und vergessen worden. Wer weiss.
Herbert hat ein paar Beispiele ausgegraben. Wir stellen sie hier vor.

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