Berlin, leer

Leere ist ja immer relativ. Das merkt man spätestens dann, wenn in einer Stadt voller Menschen, einer Bar, einem voll besetzten Stadion  ein einziger, ganz bestimmter Mensch fehlt. Natürlich bietet das auch Möglichleiten. Raum für einen Spaziergang mit The Smiths, zum Beispiel, am Landwehrkanal entlang. Vom Zoologoschen Garten aus nach Osten. Soweit die Playlist reicht. In meinem Fall bis Kreuzberg.

Ich weiß nicht, ob es Morrisseys Stimme ist, die Texte, Johnny Marr’s Gitarrenspiel, das Wintergrau des Himmels, die Abwesenheit ungefähr aller Berliner (Adventsonntag, 12:30, da hat man anders zu tun), jedenfalls war das ein besonderer Trip. Vor zwanzig Jahren hätte unbedingt noch eine Runde über einen Friedhof dazugehört. Aber inzwischen „Berlin, leer“ weiterlesen