Berlin, leer

Leere ist ja immer relativ. Das merkt man spätestens dann, wenn in einer Stadt voller Menschen, einer Bar, einem voll besetzten Stadion  ein einziger, ganz bestimmter Mensch fehlt. Natürlich bietet das auch Möglichleiten. Raum für einen Spaziergang mit The Smiths, zum Beispiel, am Landwehrkanal entlang. Vom Zoologoschen Garten aus nach Osten. Soweit die Playlist reicht. In meinem Fall bis Kreuzberg.

Ich weiß nicht, ob es Morrisseys Stimme ist, die Texte, Johnny Marr’s Gitarrenspiel, das Wintergrau des Himmels, die Abwesenheit ungefähr aller Berliner (Adventsonntag, 12:30, da hat man anders zu tun), jedenfalls war das ein besonderer Trip. Vor zwanzig Jahren hätte unbedingt noch eine Runde über einen Friedhof dazugehört. Aber inzwischen „Berlin, leer“ weiterlesen

Eins haben wir noch …

Vom Glück, doch eins extra eingebaut zu haben

Mitten in meine Arbeit am nächsten Beitrag für den Hauptsache sicher! -Blog kommt die Meldung über die Notlandung einer Air Berlin Maschine in Phuket daher. Leider ein paar Tage zu früh, denn ich wollte mich gerade so richtig darüber auslassen, wozu und warum im Flugzeug das ein oder andere Ding doppelt oder gar dreifach eingebaut ist. Jetzt konnten es alle sehen: Wenn was wichtiges kaputt geht, hat man besser noch eins dabei. Zum Beispiel Triebwerke. Ohne sie fällt entgegen landläufiger Meinung ein Jet zwar nicht gerade vom Himmel – in der Tat kann er ganz gut segeln – den Golf von Bengalen jedoch, wird man ohne den nötigen Schub, um Höhe zu halten, kaum überqueren können. Die Landung würde nass und das wäre nicht nur ärgerlich, weil zur Standard-Pilotenuniform keine Badehose gehört. Also hat man lieber zwei Triebwerke dabei, damit falls eins ausfällt, das andere den Jet sicher zurück (oder weiter) an Land bringen kann. Das hat auch in diesem Fall prima funktioniert. „Eins haben wir noch …“ weiterlesen